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Nobling

Herkunft

Nobling ist eine weisse Neuzüchtung, die durch Kreuzung der Rebsorten Chasselas (Gutedel) und Silvaner im Jahr 1940 entstand. Der Name soll eine Steigerung von «edel» symbolisieren. Die Kreuzung erfolgte durch Dr. Johannes Zimmermann im Staatlichen Weinbauinstitut in Freiburg im Breisgau entstanden ist. 1971 erfolgte die Eintragung in die Sortenliste.


Verbreitung

Nobling wird fast ausschliesslich im Markgräflerland in Baden angebaut. Im Jahr 2009 belegte die Rebe in Deutschland 61 Hektar Rebfläche. In der Schweiz waren im gleichen Jahr 69 Aren mit Nobling bestockt.


Eigenschaften

Triebspitze fast unbehaart, Blatt klein bis mittelgross, 5 lappig, mittelgrosse, dichtbeerige Traube, Beeren mittel bis gross, grün.

Die Nobling braucht das feucht-warme Klima der Region in Baden und hat eine relativ geringe Winterfrostfestigkeit. Kennzeichnend für die Rebe ist ihr sehr unregelmässiger Austrieb im Frühjahr sowie die Neigung zu einer starken Rankenbildung. Durch die Ranken ist in Drahtanlagen der manuelle Arbeitsaufwand beim Winterschnitt ungefähr dreimal länger als bei Burgundersorten.

Neben dem verhältnismässig hohen manuellen Arbeitsaufwand benötigt die Rebe zum Erreichen hoher Mostgewichte auch gute bis sehr gute Lagen, anders als etwa die Sorte Müller-Thurgau, die deutlich weniger Ansprüche an die Lage stellt. Damit steht die Sorte Nobling in Konkurrenz zu den Burgundersorten, mit denen sich in den für Nobling in Frage kommenden Toplagen deutlich höhere Erlöse bei weniger manuellem Arbeitsaufwand erzielen lassen.


Weintyp

Die Sorte ist bis heute nicht besonders bekannt geworden, dient aber als qualitativ hochwertige Grundlage für Sekt, da sie bei hoher Säure zeitgleich hohe Mostgewichte erreichen kann. Sie hat ein zartes, mirabell- bis pfirsichartiges Aroma.


Synonyme

keine bekannt
FR 128-40 ist die frühere Zuchtstammnummer