Deckrot

Herkunft

Deckrot ist eine blaue Rebsorte. Es handelt sich um eine Neuzüchtung aus den Sorten    Grauburgunder und der Färbertraube Teinturier du Cher. Die Kreuzung erfolgte im Jahre 1939 durch Dr. Johannes Zimmermann (1907-1998) am Staatlichen Weinbauinstitut in Freiburg im Breisgau. Der Sortenschutz sowie die Eintragung in die Sortenliste erfolgte im Jahre 1971.


Verbreitung

Im Jahr 2007 lag die bestockte Rebfläche in Deutschland bei 22 Hektar.
Auch in der Schweiz wird die Sorte nur in kleinsten Mengen angebaut. Die Deckrot wird auch in Brasilien, Kanada, in der Tschechei, Frankreich, Japan, Oesterreich, den USA und in Südafrika kultiviert.


Eigenschaften

Triebspitze stark wollig-filzig, rötlich behaart; Blatt klein bis mittelgross, stark gelappt, 5-lappig, dunkelgrünrot von der Entfaltung an; mittelgrosse, dichtbeerige Traube; Beeren klein bis mittelgross, rund, blau, grau beduftet (staubig), Saft intensiv rot.
Deckrot stellt sehr hohe Ansprüche an die Lage. Bei trockenen Lagen leidet der Ertrag. Sie hat eine geringe Krankheitsanfälligkeit, gute Stielfestigkeit und ist insgesamt eine robuste Sorte mit mittlerem Ertrag, hohen Mostgewichten und hoher Säure.


Weintyp

Deckrot erbringt einen dunkelroten Wein mit hoher Farbintensität und ausgeprägter Säure. Sie wird hauptsächlich als Deckwein verwendet. Zur Farbunterstützung von Spätburgunder oder Blauem Portugieser reicht oft eine Zugabe von drei bis fünf Prozent aus.

Deckrot ist zum sortenreinen Ausbau kaum geeignet. In schlechten Jahren weisen die Rotweine der Rebsorte sehr hohe Säurewerte aus.


Synonyme

Synonyme: Freiburg 71-119-39


Auswahl von Produzenten, die Deckrot anbauen: