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Mara (vormals C41)

Herkunft

Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW hat die Rebsorte «C41» aus der Kreuzung Gamay x Reichensteiner gezüchtet. Nach erfolgreichen Praxisversuchen wurde diese Rebsorte ab dem Frühjahr 2008 zunächst in Form von Standardrebmaterial verbreitet. Im März 2009 schliesslich wurde sie auf den Namen «Mara» getauft.

Wie auch ihre beiden Schwestern Gamaret und Garanoir, ging die neue Rebsorte Mara/C41 im Jahr 1970 aus der Kreuzung zwischen Gamay und Reichensteiner hervor. Gamaret und Garanoir wurden bereits 1990 zugelassen.

Nach praxisorientierten Versuchen konnte man in den Versuchsbetrieben von ACW in der Westschweiz und im Tessin die Eigenschaften und die Vrozüge dieser neuen Rebsorte bestätigen. Die Sorte Mara erweitert das Sortiment der neuen blauen Rebsorten, die sich für weite Anbaugebiete der Schweizer Rebberge eignen und polyphenolreiche Weine (aromatische Verbindungen) mit originellen Eigenschaften produzieren.


Verbreitung

In der Deutschschweiz und in der Romandie.


Eigenschaften

Mara ist eine Sorte von mittlerem, halbhängendem Wuchs und wie Garanoir sehr fruchtbar. Sie benötigt eine gute Ertragsregulierung. Ihr Reifezeitpunkt liegt zwischen jenem von Gamaret und Garanoir. Ihre Resistenz gegenüber Traubenfäule, vor allem am Ende der Reifung, liegt etwas unter jener von Gamaret. In den heissen Zonen wie im Tessin besteht die Gefahr von Überreife, was sich negativ auf den Wein auswirken kann und daher die Eignung für gewisse Anbaugebiet begrenzen kann. Im Vergleich zu Gamaret und Garanoir zeigen die Trauben einen höhere Zuckerakkumulation und höheren Säuregehalt im Most.


Weintyp

Mara liefert in der Regel kräftige und tiefgefärbte Rotweine mit mässigem Polyphenolgehalt, die unter den Werten von Gamaret liegen. Die Tannine sind zarter und seidiger als die von Gamaret. Die Weine zeichnen sich häufig durch ein typischen Bouquet von schwarzen Beeren und Gewürzen aus.


Synonyme

C41, Gamay x Reichensteiner, Gamay x Reichensteiner C41, MRAC 3022