2019-10-20

2019 – Das Weinjahr

Wetterkapriolen

30. Oktober 2019 – Milder aber nasser Oktober
Die Schweiz registrierte im landesweiten Mittel den fünftwärmsten Oktober seit Messbeginn 1864. In einzelnen Föhntälern der Alpennordseite wurde der mildeste oder zweitmildeste Oktober seit Messbeginn aufgezeichnet. Der Monat brachte in der ganzen Schweiz reichlich Niederschlag. Die grössten Mengen erhielt die Alpensüdseite, was den Pegel des Lago Maggiore bis knapp an die Hochwassergrenze ansteigen liess.

Der Oktober ist der fünfte Monat in Folge mit deutlich überdurchschnittlicher Temperatur. Mit 8,5 °C im  landesweiten Mittel stieg die Oktobertemperatur 2 °C über die Norm 1981?2010. Damit blickt die Schweiz auf den fünftwärmsten Oktober seit Messbeginn 1864 zurück. Während mehr als 100 Jahre waren 8 °C das extremste, was der Oktober im landesweiten Mittel ganz selten lieferte. In den letzten rund 30 Jahren gehören solche oder höhere Monatsmittel hingegen alle paar Jahre zum Oktober-Repertoire. Die Häufung sehr milder Oktobermonate kam mit der allgemeinen Erwärmung. Seit der vorindustriellen Periode 1871?1900 ist die Oktobertemperatur im landesweiten Mittel um 2,3 °C von 4,4 °C auf 6,7 °C angestiegen. Extrem mild zeigte sich der Oktober in einzelnen Föhngebieten den Alpennordseite. Andermatt  auf 1438 m Höhe registrierte mit 8,3 °C die höchste Oktobertemperatur seit Messbeginn 1864. Knapp über 8 °C erreichte hier bisher nur der Oktober 2001. In Meiringen war es mit 11,3 °C der zweitmildeste Oktober seit Messbeginn 1889, zusammen mit dem Oktober 2001. Nur unwesentlich milder zeigte sich in Meiringen der Rekordoktober 2006 mit 11,5 °C.

In den ersten zehn Oktobertagen herrschte auf der Alpennordseite und in den Alpen wechselhaftes und kühles Wetter. Während häufiger Störungsdurchgänge aus Nordwesten und Norden fiel oft reichlich Niederschlag. Am 2. Oktober sank die Schneefallgrenze in den Bergen gebietsweise bis auf 1300 m. Die Alpensüdseite registrierte derweil Dank häufigem Nordföhn reichlich Sonnenschein. Vom 11. bis am 17. Oktober brachten Hochdruckgebiete über Zentral- und Südosteuropa der ganzen Schweiz viel Sonnenschein. Am 13. stieg die Tagesmaximumtemperatur im Norden und im Wallis verbreitet auf 22 bis 23 °C, in der Nordwestschweiz mit föhnähnlichen Effekten sogar auf 25 bis 26 °C. In Delémont war es mit 26,2 °C für die zweite Oktoberdekade (10. bis 20. Oktober) der höchste Wert seit Messbeginn 1959, für Basel mit 25,6 °C der dritthöchste Wert seit Messbeginn 1897. Die Schönwetterperiode mit hohen Temperaturmaxima stimmt fast exakt mit dem klassischen Altweibersommer überein. Eine Analyse des Messstandortes Davos für September und Oktober zeigte, dass die Schönwetterhäufigkeit im Untersuchungszeitraum von 1901 bis 2015 an den Tagen vom 12. bis zum 17. Oktober besonders hoch war. Der Messstandort Davos wurde gewählt, weil das sonnige Wetter des Altweibersommers in Berglagen über dem herbstlichen Nebelmeer am deutlichsten zum Ausdruck kommt. Die Schönwetterperiode wurde am 15. Oktober von einer kräftigen Föhnlage mit anschliessendem Kaltfrontdurchgang unterbrochen. Die Föhntäler der Alpennordseite erlebten vom 14. auf den 15. Oktober eine sehr milde Nacht mit durchgehend 18 bis 23 °C. Die heftigsten Windböen erreichten 90 bis 100 km/h. Auf der Alpennordseite war es am 15. ganztags trüb und ab Mittag, im Westen bereits ab dem Vormittag regnerisch.

Die Alpensüdseite verschwand bereits am 14. Oktober unter einer Wolkendecke. Am Morgen des 15. setzte kräftiger Regen ein, am Abend verstärkt durch Gewitter. Besonders im westlichen Tessin fielen kräftige Niederschläge von über 70 mm, lokal gab es auch 90 bis 110 mm. Zwischen dem 18. und 24. Oktober waren Südwest- und Südlagen mit häufigem Föhn im Norden und viel Niederschlag im Süden das bestimmende Wetterelement. Vom 18. bis am 21. Oktober fielen im nordwestlichen Tessin 200, lokal bis knapp 400 mm Regen bei einer hoch liegenden Schneefallgrenze von rund 3000 m. Das viele Wasser liess den Lago Maggiore schnell ansteigen. Der Seepegel blieb aber unter der Hochwassergrenze.

Nach einer kurzen Abschwächung am 22. Oktober brachte der Föhn am 23. in einzelnen Tälern der Alpennordseite extrem hohe Temperaturwerte. Die Tagesmitteltemperatur stieg lokal 11 bis 13 °C über die Norm 1981?2010. Engelberg registrierte mit 18,2 °C das zweithöchste Oktober-Tagesmittel seit 1864. Meiringen verzeichnete am 23. Oktober mit 25,5 °C das höchste Oktober-Tagesmaximum in der seit 1959 homogen verfügbaren Messreihe. Vom 25. bis 27. Oktober schob sich aus Westen ein umfangreiches Hochdruckgebiet über Zentral- und Südeuropa. Es bescherte der ganzen Schweiz sonniges und mildes Herbstwetter. Morgendliche Nebelfelder auf der Alpennordseite lösten sich auf und die Tagesmaxima erreichten beidseits der Alpen bis 20 °C, im Südtessin bis 22 °C.

Das schöne Herbstwetter gegen Ende Oktober passt genau in die jüngste Entwicklung des Alpenweibersommers. In der oben erwähnten Analyse zum Altweibersommer in der Schweiz wird ersichtlich, dass in der Periode ab 1981 die grösste Häufung von Schönwettertagen vom 25. bis am 27. Oktober zu finden ist. Das früher klassische Schönwetter von Mitte Oktober hat sich in die dritte Oktoberdekade verschoben.
Niederschlagsreicher Oktober.

(Quelle: Bundesamt für Meteorologie)

18. August 2019 – Hagelschäden nach Gewitter im nördlichen Weinland
Auf einen hochsommerlichen Badetag, der vielerorts nochmals Temperaturen um 30 Grad brachte, folgte am Sonntagabend die Abkühlung in Form von Gewittern. Besonders heftig tobten sich diese Gewitter im Norden des Kantons Zürich aus. Der Wetterdienst Meteoschweiz hatte im Vorfeld vor starken Gewittern gewarnt – und tatsächlich entwickelte sich am späten Sonntagabend über dem nördlichen Weinland eine sogenannte Superzelle. Dabei handelt es sich um ein besonders heftiges Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel.

Die Superzelle zog zwischen 22 und 22.30 Uhr von Rheinau quer durch das nördliche Weinland Richtung Osten über Trüllikon, Ossingen, Truttikon und weiter ins Stammertal. Der Sturm zog danach weiter bis an den Untersee und schwächte sich dort etwas ab.

Bemerkenswert: Das nördliche Weinland wurde nun bereits den dritten Sommer in Folge im August von starken Gewittern heimgesucht.
Am 1. August 2018 beschäftigte ein Unwetter mit seinen zerstörerischen Auswirkungen die Landwirte in den Weinländer Gemeinden. Und am 2. August 2017 war dieselbe Region von einer extrem heftigen Superzelle heimgesucht worden. Damals wurden Orkanböen bis 190 km/h gemessen und es entstanden ebenfalls grosse Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen und Gebäuden.

(Quelle: Der Landbote, romü/mst)

1. August 2019 – «Die Reben sind tot»
Allmählich zeigt sich das volle Ausmass der Schäden, die der Hagel am Nationalfeiertag verursacht hat. Besonders betroffen sind die Weinreben. «In gewissen Parzellen entstand Totalschaden», berichtet Robin Haug vom Branchenverband Wein Deutschschweiz nach der Unwetterfront mit Hagel vom Dienstag. Auch an Weinreben im Thurgau und im Norden Zürichs entstanden ihm zufolge teilweise grosse Schäden, Schaffhausen sei punktuell stark betroffen. Auch im Wallis habe die Weinernte gelitten – in welchem Umfang ist jedoch noch nicht klar.

Vom Hagel verschlagene Trauben. (Bild: zVg)

«Die meiste Arbeit war bereits erledigt, das macht es besonders frustrierend. Die Trauben mussten nur noch reifen und geerntet werden», erklärt Haug.

Schon der Frost hat Reben zugesetzt. Hinzu kommt, dass die Weinreben bereits unter dem starken Frost im Frühling gelitten haben. Die weniger fruchtbaren zweiten Triebe, die die erfrorenen ersetzten, tragen bei der Hauptsorte Pinot Noir mehr Früchte als erwartet, doch für Weinbauern mit starken Hagelschäden sei dies ein schwacher Trost.

Insgesamt dürfte das Unwetter keinen grossen Einfluss auf die Weinmenge haben. Der Grund dafür ist, dass nur einige Gebiete stark betroffen waren. Der Frost war da deutlich schlimmer, da schweizweit Reben betroffen waren, erklärt Haug. «Der Preis wird sich wegen dem Frost und dem Hagel aber kaum verändern, es bedeutet eher, dass weniger Flaschen verfügbar sind.»

(Quelle: 20minuten)

12. Juli 2019 – Juli mit nochmals grosser Hite
Nach dem zweitheissesten Juni registrierte die Schweiz den sechstwärmsten Juli seit Messbeginn. Im letzten Julidrittel breitete sich die zweite sommerliche Hitzewelle über unser Land aus. An einzelnen Messstandorten gab es neue absolute Hitzerekorde. Die seit Juni anhaltende Wärme führte im landesweiten Mittel zur zweitwärmsten Juni-Juli Periode seit Messbeginn 1864.

(Quelle: Meteo Schweiz)

11. Juli 2019 – Juni mit grosser Hitze
Die Schweiz erlebte den zweitwärmsten Juni seit Messbeginn. In der ersten Monatshälfte führten Starkniederschläge zu Hochwasser mit zum Teil erhebli-chen Schadensfolgen. Das letzte Monatsdrittel war fest im Griff einer massiven Hitzewelle. An vielen Messstandorten stieg die Maximumtemperatur auf neue Junirekorde. Vor allem in höheren Lagen gab sogar neue absolute Hitzere-korde. In einzelnen Gebieten wurde zudem der sonnigste Juni seit Messbeginn aufgezeichnet.

Klimabulletin Juni

(Quelle: Meteo Schweiz)

1. Juli 2019 – Starker Mehltau-Befall im Jahr 2019
Dass Jahr 2018 war im Weinbau dank des heissen und trockenen Wetters mit einer sehr tiefen Luftfeuchtigkeit ein beinahe problemloses Pflanzenschutzjahr. 2019 waren die Voraussetzungen für Infektionen des Falschen Mehltaus im zweiten Quartal ideal. Auch im Kartoffelanbau war ein starker Krankheitsdruck vorhanden.

«Wir waren im Juni bezüglich dem Falschen und Echten Mehltau sehr gefordert, weil die Witterungsbedingungen für einen enormen Krankheitsdruck sorgten», hält der Oberhallauer Pflanzenschutzspezialist Hans-ueli Graf in einer ersten Bilanz fest. Bereits kleine Nachlässigkeiten beim Pflanzenschutz hatten schwerwiegende Folgen. So findet man beispielsweise in vielen Weinbaugebieten im Zürcher Weinland oder Schaffhausen einzelne Parzellen, die teilweise sogar Totalausfall aufweisen. Rückblickend stellt Graf fest, dass die Bedingungen bezüglich Blattfeuchte und eher milden Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit für eine Infektion des Falschen Mehltaus zwischen dem 10. und 25. Juni am kritischsten waren. «In dieser Zeit kam es zu teilweise massivem Befall insbesondere auch an den Gescheinen», so Graf.

(Quelle: Bauern Zeitung)

18. Juni 2019 – Heftige Gewitter und Hagelschäden in der Produktionsregion Schaffhausen - Thurgau
Am Abend des 18. Juni zog eine heftige Gewitterfront, begleitet von zahlreichen Blitzen und Donnergrollen über die Zentral- und Ostschweiz und brachte insbesondere in Teilen des Kantons Zürich sowie im St. Gallischen örtlichen Hagel. Auf dem Gebiet des Kantons Schaffhausen traf es vor allem Rüdlingen/Buchberg, andere Gebiete wurden weitgehend verschont. Aus dem Thurgau liegen uns keine Meldungen über Schäden vor. Dies war bereits der zweite Hagelzug, welcher unser Produktionsgebiet traf, nachdem Anfang Mai ein sehr früher Gewitterzug Hagelschäden in der Region Dettighofen brachte. Im Vergleich zur Westschweiz, wo eine weitere Gewitterfront Ende der letzten Woche im Waadtland und entlang des Neuenburgersees fast zu Totalausfällen führte, ist bei uns in den betroffenen Gebieten bisher mit mittleren Schäden zu rechnen. Es resultierten primär abgebrochene Triebspitzen, geschlitzte Blätter und einzelne, abgeschlagene Trauben.

Wetter für Wachstum bei Reben und Pilzen
Wettertechnisch erleben wir auch sonst ein rechtes Auf und Ab. In Hallau gab es am Wochenende vom 10. Juni erneut über 40 mm Niederschlag, bevor das Wetter dann abrupt am 17. und 18. Juni in die Sommerhitze mit bis zu 34 °C wechselte. Seither regnet es immer wieder etwas, allerdings ohne grössere Mengen. Anders die Verteilung in Weinfelden: auch hier registrierte die Wetterstation über die ganzen 14 Tage hinweg etwa die ähnliche Niederschlagsmenge, hingegen anders verteilt. Die Hauptmenge fiel in Weinfelden am Abend des 18. Juni innert kurzer Zeit, auch sonst gab es immer wieder spürbare Regenmengen. Vergleichbar ist dann auch wieder die beiderorts hohe bis sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Also alles in allem ideales Wachstumswetter, was die Reben mit erstaunlichen Tageszuwachsraten von mehreren Zentimetern Schosslänge manifestieren.

(Quelle: Verband Thurgauer Landwirtschaft, Markus Leumann, Fachstelle Weinbau)

11. Juni 2019 – Normaler Frühling
Der Mai 2019 zeigte sich anhaltend kühl und regional sehr sonnenarm. Mit einem landesweiten Mittel von 6,1 °C war es der kühlste Mai der letzten rund 30 Jahre. Die Ostschweiz registrierte verbreitet reichlich Niederschlag. Die Alpensüdseite erhielt hingegen in einigen Gebieten weniger als 50 % der normalen Mai-Niederschläge.

(Quelle: Meteo Schweiz)

10. Mai 2019 – April mit Rekordschnee und Sommerwärme
Der April 2019 präsentierte zum Monatsbeginn tiefverschneite Alpentäler mit Rekordschneemengen. Im letzten Monatsdrittel registrierte die Alpennordseite dank kräftigem Südföhn den ersten Sommertag. Im landesweiten Mittel bewegte sich die Monatstemperatur 0,6 °C über der Norm 1981?2010. Die Niederschlagsmengen lagen im Norden und im Wallis regional unter, im zentralen und östlichen Alpenraum sowie im Süden über der Norm.

(Quelle: Meteo Schweiz)

7. Mai 2019 – Frost zerstört Teil der Genfer Weinreben
Der Frost der beiden vergangenen Nächte hat nach einer ersten Einschätzung im Kanton Genf Schäden an einem Teil der Weinreben verursacht. Am stärksten betroffen sind die Regionen Dardagny, La Plaine, Avully und Soral mit Schäden von 20 bis 30 Prozent.
In einzelnen Weinbergen in diesen Gebieten wurden sogar bis zu 80 Prozent der Pflanzen in Mitleidenschaft gezogen, wie das Genfer Landwirtschaftsdepartement am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Die Auswirkungen des Frosts sind demnach sehr unregelmässig, so dass es schwierig ist, das genaue Ausmass der Schäden abzuschätzen. Es bestünden noch Unsicherheiten über die Auswirkungen des Frühlingsfrosts auf die Entwicklung der Reben und der Blütenstände.

Paradox: Mit Eis den Frost bekämpfen. Doch die Eishülle schützt. (Bild zVg)

Die Schäden sind laut dem Amt aber keinesfalls vergleichbar mit der gewaltigen Missernte vor zwei Jahren. Über 827 Hektaren, rund 60 Prozent der Genfer Weinreben, wurden damals zu mehr als 30 Prozent durch den Frost beschädigt.

Immerhin seien die Genfer Winzer heute besser versichert, stellt der Kanton fest. 2017 waren im Kanton Genf nur 80 Hektaren der Weinflächen gegen Frostschäden versichert. 2019 sind es mehr als 430 Hektaren.

(Quelle: Aargauer Zeitung)

7. Mai 2019 – Weinreben trotzen der Kälte: «Wir sind mt einem blauen Auge davongekommen»
Die gestrige Nacht brachte wieder vereinzelt Bodenfrost mit sich. Die hiesigen Weinreben wurden grösstenteils verschont. Die Kälteperioden zeigen jedoch auf, dass trotz Klimaerwärmung auch Frostnächte nicht seltener werden.

Frostiges Erwachen: Am Dienstagmorgen sank das Quecksilber vielerorts wieder unter Null. In Zürich etwa wurden um 5 Uhr minus 1,4 Grad gemessen, wie «SRF Meteo» twitterte. Der schwache Wind und die klare Nacht begünstigten die Entstehung von Bodenfrost. Obstbauern beobachten die kalten Nächte mit Sorgenfalten. Die Situation erinnert an diejenige von 2017, als Obstbauern grosse Ertragsausfällen erlitten. Auch die Weinbauern in Weiningen mussten dazumal grosse Verluste einstecken.

Dieses Jahr halten sich die Schäden – zumindest was den Rebbau angeht – noch im Minimalbereich. «Vereinzelte Triebe von bodennahen Jungreben haben Schaden genommen. Insgesamt sind wir jedoch mit einem blauen Auge davongekommen», sagt der Weininger Winzer Hans Heinrich-Haug. Sein Sohn Robin Haug bestätigt: «Triebe von mehrjährigen Reben zeigen in Weiningen keine Schäden. In Schaffhausen gab es parzellenweise durch den Bodenfrost bedingte Schäden, aber von einem strukturellen Problem kann man nicht sprechen.» Zu verdanken sei dies auch dem leicht bewölkten Himmel. «Mit freiem Himmel wäre der Schaden grösser gewesen.»

Frostgefahr trotz Klimaerwärmung
Auch wenn das letzte Jahr ohne Ernteeinbussen auskam, die diesjährigen Wetterbedingungen führten einem erneut die Frostgefahr, die trotz der Klimaerwärmung bestehen bleibt, vor Augen, erklärt Robin Haug. «Nebst Dürren und Trockenheit erleben wir immer noch sehr tiefe Temperaturen. Frühjahrsfrost bleibt eine grosse Gefahr für die Reben.»

(Quelle: Limmattaler Zeitung)

10. April 2019 – Erst Tief- dann Hochdruck im März
Die Märzwitterung war in der ersten Monatshälfte durch starke West-anströmung vom Atlantik und Tiefdruckgebieten über Nordeuropa geprägt. Die Alpennordseite zeigte sich stürmisch. Die Böenspitzen lagen aber nicht im extremen Bereich. In der zweiten Monatshälfte etablierte sich eine anhaltende Hochdrucklage, die verbreitet zu sehr sonnigem Wetter und milden Temperaturen führte. Insbesondere in höheren Lagen stiegen die Tagesmaxima 6 bis8 °C über die Norm. Die Monatsmitteltemperatur lag schweizweit mit 1,5 °C über der Norm auf Rang 19.

(Quelle: Meteo Schweiz)

11. März 2019 – Mildester Februar seit Messbeginn
In hohen Berglagen und auf der Alpensüdseite registrierte die Schweiz den zweit-bis fünftmildesten Februarmonat seit Messbeginn. Auf dem Jungfrau-joch stieg die Monatstemperatur 5,1°C, im südlichen Tessin bis 2,8 °C über die Norm 1981?2010. Das landesweite Mittel lag 3,0 °C über der Norm, womit der Februar 2019 schweizweit zu den zehn mildesten seit Messbeginn gehört. Viel Sonnenschein ab dem zweiten Monatsdrittel bescherte der Schweiz ideale Wintersport-Bedingungen.

(Quelle: Meteo Schweiz)

11. März 2019 – Klimabulletin Winter 2018/2019
Die Alpensüdseite registrierte in den Tieflagen den zweitmildesten Winter seit Messbeginn 1864. In Lugano stieg die Wintertemperatur 1,6 °C, in Locarno-Monti 2,0 °C über die Norm 1981?2010. In den anderen Gebieten der Schweiz gehörte der Winter meist nicht zu den zehn mildesten seit Messbeginn. Auf dem Säntis lag die Wintertemperatur im Bereich der Norm. Viel Niederschlag im Dezember und Januar sorgte in den Bergen verbreitet für reichlich Schnee und ein überaus sonniger Februar für ideale Wintersportverhältnisse.

Klimabulletin Winter 2018/2019

(Quelle: Meteo Schweiz)

Bilanz der Ernte 2019

14.11.2019 – Das Weinjahr ist im Kanton Bern dank guter Witterung qualitativ sehr gut ausgefallen
Hohe Zuckergehalte, optimale Säurewerte und eine gute Aromatik: So zeigt sich das Berner Weinjahr 2019 laut Mitteilung der Volkswirtschaftsdirektion. Die Witterungsbedingungen während der Sommermonate waren für die Reben optimal. Mengenmässig liegt die Ernte ungefähr im Schnitt der letzten 10 Jahre. 1720 Tonnen Trauben ernteten die Winzerinnen und Winzer, das sind ungefähr 15 Prozent weniger als im Vorjahr, als eine Grossernte eingefahren wurde.

Mit Bio-Offensive ökologischen Weinbau fördern
Grösste Weinregion des Kantons ist die Bielersee-Region mit einer Ernte von 1584 Tonnen. Der Rest kommt vom Thunersee und aus dem übrigen Kantonsgebiet. Der Kanton Bern fördert mit der Bio-Offensive den ökologischen Weinbau. Aktuell verzichten Winzerinnen und Winzer auf 83 Prozent der Fläche auf Herbizide und fast gänzlich auf Insektizide. 36 Prozent der Fläche wird nach Bio-Standards bewirtschaftet.

(Quelle: lid)

01.10.2019 – Weisse Hauptlese praktisch abgeschlossen
In der Ostschweiz konnte die Lese der weissen Hauptsorte Müller-Thurgau bereits erfolgen. Ein Grossteil der roten Trauben hängt noch an den Stöcken.


Die wärmeren Temperaturen im September (1-2°C wärmer als das langjährige Drittel) führte zu einer weissen Hauptlese bei guten Bedingungen. (Fachstelle Rebbau)

Die Hauptlese der weissen Hauptsorte konnte bei guten Bedingungen praktisch abgeschlossen werden. Aufgrund des prognostizierten, eher wechselhaften Wetters sowie des Gesundheitszustandes der Trauben wird die Lese der roten Hauptsorte möglicherweise vorgezogen, schreibt die Fachstelle Rebbau in den Kantonen Schaffhausen, Thurgau und Zürich.

Allgemein habe sich die Reifeentwicklung aufgrund der kühleren Nachttemperaturen etwas verlangsamt. Aktuelle Messwerte zeigen erhöhte Säurewerte, deshalb empfehle sich eine vorgezogene Lese nur nach Absprache mit der Kellerei. Je nach Bedarf und Gesundheitszustand der Trauben könne sich eine Produktion von Schaumwein oder Federweissem in diesen Tagen als mögliche Alternative anbieten.

September brachte unterschiedliche Niederschlagsmengen
Die Witterungsbedingungen waren nicht überall dieselben wie die Fachstelle schreibt: bei den Monatstemperaturen lagen die Messstandorte in den verschiedenen Kantonen nahe beieinander, während die Standortschwankungen bei der durchschnittlichen Luftfeuchtigkeit etwas grösser waren (Tiefstwert in Stäfa mit 71%, Höchstwert in Weinfelden mit 85%). Grosse Unterschiede gab es bei den Niederschlagsmengen an den verschiedenen Standorten.

(Quelle: lid)

18. September 2019 –

Weinernte 2019 - «Der Schweizer Wein profitiert vom Klimawandel»
Dank steigender Temperaturen seien die guten Jahrgänge in der Schweiz nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel, sagt Thomas Vaterlaus, Chefredaktor des Weinmagazins «Vinum». Allerdings steige mit extremeren Wettersituationen auch das Risiko von Missernten.

Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zum Beitrag. (Bild zVg)

(Quelle: Stefan Siegenthaler/Radio SRF 1)

4. September 2019 – Der Ernte entgegen…
Ein herausfordernder Sommer mit vielen Wetterkapriolen und grosser Wüchsigkeit geht nun mit schönen und gesunden Trauben der Ernte entgegen. Der Umgang mit dem Wetter in der Bio-Dynamie fordert viel Fingerspitzen- und Bauchgefühl im Umgang mit den Pflanzen, dem Pflanzenschutz und dem Zeitmanagement. Es gibt keine «sichere Seite» und kleinste Anzeichen müssen in den Arbeitsgängen berücksichtigt werden. Immer wieder erhalten wir Unterstützung von weinbegeisterten Freunden und jungen Wilden, welche interssiert Ihr Bestes geben und uns auch dieses Jahr die Spitze zu brechen geholfen haben... Ihnen allen einen herzlichen Dank!

Den «krassen» Jahrgang 2018 gibts bei uns aus den Fässern zu degustieren und vieles mehr...

(Marco und Eleni Casanova-Meyer)

02. September 2019 – Liesch-Weinbrief Herbst 2019 aus Malans
Ein abwechslungsreicher und arbeitsintensiver Sommer ist vorüber. Nach einem zögerlichen Frühlingsbeginn wuchsen die Reben dank prächtigem Wetter ab Juni enorm. Teilweise produzierten die Schosse ein Blatt pro Tag. Die zwei Hitzewellen überstanden die Reben gut, denn im Vergleich zum Vorjahr waren im Frühling genügend Niederschläge gefallen, von denen sie zehren konnten.

(Ueli und Jörg Liesch, Malans)

01. September 2019 – In Basel sind die Qualitätsaussichten sind gut
Auf die Weine dieses Jahrgangs darf man sich freuen. Dies verspricht unter anderem der Rebbaukommissär Andreas Buser vom Ebenrain-Zentrum.


Der Experte Andreas Buser (2. v. l.) begutachtet mit weiteren Teilnehmern die Reben des Sissachers Betriebs Famiglia Fluhberg. (Bild Dominik Plüss)

Zu steil, zu weitläufig der Weg von der Talsohle Sissachs zur «Famiglia Fluhberg». So wird die Gefolgschaft des Kantonalen Rebgangs 2019 per Bus vom Treffpunkt beim Allmendweg gemütlich in die Sonnenstube Sissachs hochgefahren. Aber nicht ohne zuvor von Paul Leisi, Verbandspräsident der Weinproduzenten Region Basel/Solothurn, begrüsst zu werden – und nicht ohne zuerst einen Schluck ­Riesling-Sylvaner aus dem grandiosen Weinjahr 2018 vom ­Zelglihof zu kredenzen.

Dabei erfahren die Teilnehmenden, etwa 35an der Zahl, dass Sissach derzeit die viertgrösste Rebgemeinde im Kanton sei. «Wir waren auch schon die drittgrösste Gemeinde, aber einer hat aufgehört», so Daniel Wiedmer. Sissach habe man als Rebgemeinde lange nicht mehr gekannt, «da es hier eine Zeit lang keine Reben mehr hatte». Bis 1950 seien sie bis auf wenige Hausreben verschwunden. Der Grund hierfür waren Krankheiten, aber auch die Industrialisierung und der Eisenbahnbau, der es erlaubte, anderswo zu arbeiten.

Früher war Sissach lange eine der grössten Rebbau­gemeinden: «Um 1800 hatte die Gemeinde rund 32 Hektaren Reben, die auf 496 Parzellen verteilt waren.» Heute sind es noch etwa 11 Hektaren, bewirtschaftet von vier professionellen und einigen wenigen Hobby-Winzern. Die kleinteilige Parzellierung hat mit der damals mangelhaften Wassererschliessung zu tun. Und man wusste: «Wein ist reines, sauberes Wasser, das drei oder vier Prozent Alkoholvolumen hatte», so Wiedmer, der mit seiner Familie auf dem Zelglihof rund 4,5 Hektaren Land für die Weinproduktion nutzt.

Noch früher war Ertrag der Reben ein Gradmesser dafür, ob die Gemeinde ein gutes oder schlechtes Jahr hatte. Im 16. Jahrhundert seien die Dienste des Dorfpfarrers mit Wein bezahlt worden. Um den Weinvorrat aufzubrauchen und in Geld umzumünzen, richtete dieser im Pfarrhaus eine Wirtschaft ein.

Mal wärmer, mal kälter
Der Ausblick vom Gehöft auf dem Fluhberg, wo Claudia Grazioli und Ane Boelsma Obst- und Weinbau betreiben, Schaffleisch produzieren, aber auch rustikal-romantische Hochzeiten feiern lassen, ist grandios. Unterhalb des Betriebs wachsen auf 1,7 Hektaren verschiedene Trauben­sorten, etwa Sauvignon, Pinot noir oder Cabernet Dorsa. Mit den Erträgen aus dem Rebberg sei sie für dieses Jahr zufrieden, so Grazioli.

Rebbaukommissär Andreas Buser vom Ebenrain-Zentrum berichtete zu einem weiteren Weissen, sowie Brot und Früchten vom Hof, detailreich über die für die Weinproduktion wichtigen Klimadaten. Das laufende Jahr war nicht ganz so warm wie das vergangene Jahr. Die Monate waren, ausser Mai, jedoch wärmer als der langjährige Durchschnitt. Ausgeschlagen ist der Juni mit knapp plus vier Grad. Etwas kühler hingegen war der Mai. Markant waren zwei Hitzephasen Ende Juni und Ende Juli. Speziell sei der April gewesen, der zunächst kalt war, im ­zweiten Teil jedoch in eine Wärmephase umschlug.

Frostschäden sind gering
Das Jahr liege «leicht im ­trockenen Bereich, jedoch nicht massiv». Dies bei überdurchschnittlich viel Sonnenschein und durchschnittlicher Be­wölkung. Das Klima bescherte den Reben dieses Jahr keine Winterfrostschäden. Andererseits führten wärmere Phasen teilweise zu Frühaustrieben. Der Spätfrost Anfang Mai führte mancherorts zu ertragsrelevanten Schäden, die gesamtheitlich etwa 10 bis 15 Prozent betragen, also nie so stark wie 2017. «Wir laufen auf eine mittelgrosse Ernte zu. Die Qualitätsaussichten», so Buser, «sind gut.»
Mit diesen Perspektiven ­wanderte die Gefolgschaft zum Kienberghof, wo Dieter Imhof seinen Betrieb vorstellte und zu einem kleinen Znacht einlud.

(Quelle: Christian Fink)


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International

19. September 2019 – Burgund
Die ersten Traubenernten für die Herstellung des Crémant de Bourgogne begannen am 31. August im südlichen Teil des Weinbaugebiets Burgund.

Die Ernte für stille Weine begann in der ersten Septemberwoche, vom Mâconnais bis zur Côte de Beaune. Die Côte de Nuits, Chablis und die Grand Auxerrois begannen etwas später, vom 13. bis 15. September. Die Hautes Côtes, immer etwas später, werden in der zweiten Septemberhälfte oder sogar Anfang Oktober ausgewählt.

François Labet, Präsident des BIVB und Winzer in Vougeot, bezeichnete die diesjährige Ernte als «W»-Form. «Ich meine, dass wir von einer Handlung zur nächsten gehen, von Nord nach Süd und von Süd nach Nord. Es gibt nichts Übliches daran!» Tatsächlich variiert die Reife der Parzellen je nachdem, ob sie Regen hatten oder nicht.

(Quelle: Bourgogne Wines Direct)

11. September 2019 – Freude über Altweibersommer: Winzer starten mit Hauptlese
Die Hoffnung auf einen vielversprechenden Weinjahrgang 2019 begleitet den Beginn der Hauptlese.

Zum Start der Lese in einem Weinberg in Westhofen (Kreis Alzey-Worms) sagte Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut, die kühlen Nächte und warmen Tage in dieser Woche seien ideal für die Aromabildung in den Trauben.

«Es ist früher losgegangen, als wir noch vor drei Wochen gedacht haben», sagte der Sprecher des Weininstituts. Der traditionelle Lesebeginn liegt in der zweiten Septemberhälfte - «in den letzten zehn Jahren hat sich dies aber immer weiter nach vorne verlagert.»

«Wertvoll sei der Regen am vergangenen Wochenende gewesen. Dadurch hätten sich die ansonsten eher kleinen Beeren noch etwas gefüllt. Der Ertrag werde aber unter dem langjährigen Durchschnitt von bundesweit neun Millionen Hektolitern im Jahr bleiben.

Neben Rheinhessen und der Pfalz - den beiden größten deutschen Anbaugebieten - habe die Lese auch in Baden, Franken und Sachsen begonnen, sagte Büscher. Insgesamt etwas später dran sind die Anbaugebiete Mosel, Mittelrhein und Rheingau. «Beim Riesling dauert es noch ein bis zwei Wochen», sagte Büscher.

Im Weingut Hirschhof in Westhofen wurde am Dienstag Spätburgunder gelesen, um daraus für die spätere Sektherstellung einen «Blanc de Noir» zu erzeugen, also ohne die roten Farbstoffe aus der Beerenhaut. Mit einem Messgerät, dem Refraktometer, ermittelte der Winzer Tobias Zimmer den Zuckergehalt im Traubenmost: «80 Grad Oechsle, das ist eine Punktlandung.»

«Dieses Jahr haben wir weniger Probleme mit viel Zucker und entsprechend hohen Alkoholwerten», sagte der Winzer. Zwar habe es auch wieder Hitze und Trockenheit gegeben wie 2018. Aber im August und Anfang September habe der Regen den Trauben gut getan.

An der Handlese in der Lage Westhofener Aulerde beteiligten sich acht Helfer. Auch die rheinhessische Weinkönigin Anna Göring packte mit an.

«Der Zustand der Trauben ist sehr gut», sagte der Präsident des Weinbauverbands Rheinhessen, Ingo Steitz, beim Gang durch die Rebzeilen. «Wir rechnen bei etwas mehr Säure in den Trauben mit einer guten Qualität und bundesweit mit 20 Prozent weniger Ertrag als 2018.» Für die Verbraucher seien gleichwohl keine wesentlichen Preisänderungen zu erwarten.

(Quelle: proplanta)

11. September 2019 – Vendemmia 2019, Italia ancora maggior produttore mondiale
L’Osservatorio del Vino ha presentato i dati delle previsioni vendemmiali. La vendemmia 2019 segna la nascita di una nuova collaborazione. Per la prima volta, infatti, Unione Italiana Vini, Ismea e Assoenologi uniscono forze e competenze con l’obiettivo di fornire un quadro ancor più dettagliato sulle Previsioni Vendemmiali. Le elaborazioni effettuate a fine agosto stimano la produzione nazionale di vino 2019 a 46 milioni di ettolitri, con una riduzione del 16% rispetto all’annata record del 2018, quando erano stati sfiorati i 55 milioni di ettolitri (dati Agea, sulla base delle dichiarazioni di produzione). Il dato stimato risulta da una media tra un’potesi minima di 45 milioni di ettolitri e una massima di oltre 47 milioni, che comunque risulterebbe inferiore alla media degli ultimi 5 anni.

Nonostante una vendemmia meno generosa, l’Italia dovrebbe mantenere anche per il 2019 la leadership mondiale, perché né la Francia (43,4 milioni di ettolitri - stima al 19 agosto del Ministero Agricoltura francese) né la Spagna (forse 40 milioni di ettolitri) sembrerebbero in grado di superarla.

Con la vendemmia, dunque, rientriamo nella media degli ultimi anni, segnando una flessione marcata rispetto alla eccezionale produzione dello scorso anno con una qualità tra il buono e l’eccellente a seconda delle zone, cosa che ci consente di guardare al futuro con ottimismo e fiducia. È lecito attendersi la tenuta dei prezzi sui vini a DO, che rimanendo nei volumi dei disciplinari subiranno meno la flessione, così come lo scorso anno hanno risentito meno dell’aumento produttivo, e un possibile ritocco in alto dei listini degli sfusi visto il calo vendemmiale anche di Francia e Spagna.

«Il vino italiano - secondo Raffaele Borriello, direttore generale ISMEA - negli ultimi anni ha consolidato un importante percorso di internazionalizzazione tramite la concentrazione e la riorganizzazione dell’offerta verso prodotti di maggiore qualità e gradimento nei mercati esteri. Gli effetti di tale evoluzione verso la qualità e l'efficacia delle politiche commerciali sono testimoniati dal costante aumento del fatturato all’export, quasi raddoppiato negli ultimi dieci anni. In prospettiva, sul futuro del settore peseranno le modalità di uscita del Regno Unito dall’Europa e l’incertezza del nuovo assetto geopolitico mondiale, dove le dinamiche dei mercati saranno sempre più difficili da leggere e imporranno strategie sempre più complesse, differenziate e flessibili: maggiori rischi, ma anche maggiori opportunità, per chi saprà anticipare le tendenze evolutive, lavorando a un’accurata segmentazione delle politiche commerciali di esportazione».

Quest’anno si rileva un generale ritardo della maturazione di circa 10/15 giorni, tanto da far rientrare l’epoca di vendemmia in periodi più legati alla tradizione, dopo gli innumerevoli anticipi registrati negli ultimi anni. Quest’anno ci sono evidenti disformità di maturazione anche all’nterno di uno stesso appezzamento, conseguenza dell'ormai consolidata variabilità metereologica e di uno spostamento climatico da temperato a caldo arido, con precipitazioni irregolari e di carattere temporalesco, che determinano l’irregolarità del ciclo vegetativo.

(Quelle: Agricoltura moderna/Andrea Martire)

8. August 2019 – Gard, Südfrankreich
Nach den neuesten Daten waren 70 bis 80 Hektar Rebfläche von den Bränden zwischen dem 30. Juli und dem 3. August im Süden des Gard betroffen. «Die Schäden zeigen sehr unterschiedliche Grade. Sie reichen von vollständig verbrannten Reben und Parzellen bis zu Rebbergen, auf denen nur vereinzelte Reihen am Rande versengte Blätter aufweisen», berichtet Bruno Manzone, Präsident des Weinverbandes von Costières de Nîmes. «Diese durch diese Brände verursachten Schäden sind lokale Tragödien. Sie werden jedoch kaum Auswirkungen auf die 10.000 Hektar Rebfläche in der Appellation haben», erklärt der Winzer.

(Quelle: Vitisphère)